Markierungen

 Auf Ihren Streifzügen durch Špindlerův Mlýn und seine Umgebung begegnen Sie zahlreichen Zeichen und Hinweisschildern, die Sie bisher wahrscheinlich noch nie gesehen haben. Daher erlauben Sie uns, Sie mit einigen von ihnen bekanntzumachen.

 

Nationalpark Riesengebirge 
Das grüne Zeichen mit dem Staatswappen kennzeichnet im Gelände die Grenzen des Nationalparks Riesengebirge (tsch. Abkürzung: KRNAP – Krkonošský rodní park). Der Zweck des Parks ist der Schutz der einzigartigen Landschaft des Riesengebirges. Verkündet wurde er am 17. Mai 1963, vier Jahre nach der Verkündung des polnischen Nationalparks Riesengebirge am 16. Januar 1959 auf polnischer Seite. Im Jahre 1986 wurde der Nationalpark noch um eine Schutzzone erweitert. Im Jahre 1992 wurden beide Nationalparks auf tschechischer und polnischer Seite durch die UNESCO gemeinsam in das Netz der biosphärischen Reservationen im Rahmen des Programms Man and the Biosphere (Mensch und Biosphäre) integriert. Daher finden Sie heute am Zeichen des Nationalparks Riesengebirge und an den Tafeln im Gelände die Abkürzung MaB.
 
Der Nationalpark ist in drei Zonen unterteilt – I. Zone (strengstens geschützt), II. Zone (strenger geschützt), III. Zone und Randzone. Die I. und II. Zone sind im Gelände zugleich mit Tafeln (siehe Abbildung) gekennzeichnet. In der I. und II. Zone des Parkes bestehen sehr eingeschränkte touristische Aktivitäten, unter anderem ist es nicht erlaubt, auf dem Fahrrad die gekennzeichneten Radwanderwege zu verlassen und das Gebiet außerhalb der markierten Wandertrassen zu betreten.
 
Mehr über den Nationalpark, den Schutz seiner Natur und über die Besuchsordnung erfahren Sie in den Informationszentren des Nationalparks Riesengebirge.
 
Der Sitz der Direktion der Verwaltung des NPR ist in Vrchlabí, der Geländedienst hat seinen Sitz in Špindlerův Mlýn.

MaB - Man and the Biosphere

Im Jahre 1992 wurden beide Nationalparks (auf tschechischer und polnischer Seite) durch die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) gemeinsam in das Netz der biosphärischen Reservationen im Rahmen des Programms Man and the Biosphere (Mensch und Biosphäre) integriert. Daher finden Sie heute am Zeichen des Nationalparks Riesengebirge und an den Tafeln im Gelände die Abkürzung MaB – das Zeichen dieses Projektes.
Die biosphärische Reservation ist ein großflächiges Gebiet, das im Rahmen dieses internationalen Programms der UNESCO verkündet wurde. Das weltweite Netz der biosphärischen Reservationen erstreckt sich so, dass es alle grundlegenden Biome der Erde umfasst. Diese Gebiete stellen einen repräsentativen Querschnitt der Kultur- und Naturlandschaften dar, in denen zugleich der Mensch und seine Aktivitäten eine wichtige Rolle spielen. 
Die meisten biosphärischen Reservationen umfassen nicht nur der naturnahe Gebiete, sondern auch von der Tätigkeit des Menschen gekennzeichnete Gebiete – im Riesengebirge finden wir beide Gebietstypen. Dies ermöglicht das Studium der Wechselverhältnisse zwischen dem Menschen und dem natürlichen Umfeld sowie die Förderung der Biodiversität (Artenvielfalt) in solchen Gebieten.

 

Markierung der Wanderwege
Bereits im 19. Jahrhundert verwendete man in Böhmen zur Kennzeichnung der Wandertrassen die sog. Streifenmarkierung.
 
Die Farbe des mittleren Streifens des Markierung hat nichts mit dem Schwierigkeitsgrad der Trasse zu tun, sondern mit ihrer Bedeutung: 
  • rot: Fernwanderweg oder Kammweg
  • blau: bedeutendere Trasse
  • grün: örtliche Trasse
  • gelb: kurze Trasse, Verbindungsweg, Abkürzung
In der I. und II. Zone des Nationalparks ist es verboten, die so gekennzeichneten Trassen zu verlassen.
 
Zur besseren Orientierung auf den Trassen, besonders bei schlechtem Wetter und vor allem im Winter, dienen auch stumme Zeichen und Stabmarkierungen.

 

Stumme Zeichen
Die stummen Zeichen des Riesengebirges, auch „Muttich-Zeichen“ genannt, sind touristische Orientierungszeichen, die aus Blech in die jeweilige Form geschnitten und rot angestrichen sind. Sie sind gewöhnlich an der Spitze eines Holzstabes der Riesengebirgs-Stabmarkierung befestigt. Ihr Zweck ist es, die Sichtbarkeit der Wegmarkierung auch bei verminderten Sichtverhältnissen oder Überfrieren zu gewährleisten, wenn übliche Zeichen nicht lesbar oder überhaupt nicht auffindbar sein müssen.
 
Wichtige Bergbauden, Gipfel, Sitze und weitere Orte (insgesamt 30 Objekte) im Riesengebirge haben ein eigenes rotes Symbol. Hier führen wir nur diejenigen von ihnen an, die sich in der Umgebung von Špindlerův Mlýn befinden.
 
Stumme Teicghen werden seit dem Jahre 1923 verwendet. Erschaffen wurden sie von Kamil Vladislav Muttich (1873–1924), akademischer Maler und Skiläufer, Gründer des Skivereins Himalaya in Mladá Boleslav.
 
Die stummen Zeichen beugten auch ethnischen Streitigkeiten vor, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Hinblick auf die Sprachversion der Aufschriften auf den touristischen Zeichen aufflammten. Die standardmäßige Streifenmarkierung wurde zu beiden Seiten des gebirges im Jahre 1945 eingeführt, wobei die stummen Zeichen jedoch erhalten blieben.

 

Stabmarkierung
Eine Stabmarkierung ist eine Art der Kennzeichnung der Wege für die Zeit, in der eine Schneedecke liegt. Entlang des Weges sind in regelmäßigen Abständen von mehreren Metern hohe Holzstäbe aufgestellt, sodass die Richtung der Trasse auch bei einer hohen Schneedecke und bei verwehten Spuren sichtbar ist. Sie werden insbesondere als unterstützende oder touristische Hauptmarkierung der Skiwandertrassen in den Kammlagen oder auf den nichtbewaldeten Hochebenen verwendet. In einigen Abschnitten wird die Wintertrasse abweichend von der Sommermarkierung geführt. Sofern auf der Trasse kein Schnee liegt, ist es in einem solchen Falle nicht erlaubt, die mit der Stabmarkierung gekennzeichnete Trasse zu betreten, wenn sich auf ihr nicht zugleich auch die standardmäßige Streifenmarkierung befindet.
 
Die Länge der Stäbe beträgt 4 Meter, dennoch kommt es gelegentlich vor, dass sie verweht werden. Der Bergrettungsdienst, der sich um die Stabmarkierungen kümmert, löst die Situation operativ durch das Einstecken neuer Stäbe in den Schnee. Die Stäbe werden auf Scootern in die Berge transportiert oder auf den Schultern dorthin getragen. Während des Sommers werden die Stäbe zu sog. Kegeln bzw. Kegelbauten gebunden, die an einen Unterstand bzw. ein Indianerzelt erinnern, dem Sie hier begegnen können.
 
Die Stabmarkierung der Kammwege im Riesengebirge ist bereits auf den Karten aus dem 17. Jahrhundert veranschaulicht. 
 
Im Riesengebirge wird die Stabmarkierung durch stumme sog. Muttich-Zeichen ergänzt – durch rote Blechsymbole bedeutender Orte im Riesengebirge.

 

Grenzsteine
Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) ist in das Programm "Radfahrer willkommen" integriert, das der Förderung der aktiven Radtouristik dient. Die Radwandertrassen verbinden das Riesengebirge, das Riesengebirgsvorland, das Isergebirge und die polnische Seite des Riesengebirges. Die Vernetzung dieser Regionen ermöglichen vom Frühjahr bis zum Herbst die Fahrradbusse. Von den Endstationen der Seilbahnen St. Peter und Medvědín (Schüsselberg) aus sind die Trassen für lange Abfahrten gekennzeichnet. Die Beförderung der Fahrräder auf den Seilbahnen ist kostenlos. In Sankt Peter und auf dem Hromovka (Tannenstein) befindet sich der Špindl Bike Park. Auf den Mountainbike-Strecken und den gekennzeichneten Radwanderwegen steht für die Radfahrer auf der Strecke eine Erfrischung bereit. In der Stadt gibt des Fahrradverleihe und Fachwerkstätten.